Die Entstehungsgeschichte der KuK Für die Gründung der KuK war entscheidend, dass in der Stadt Altenburg sowie in der gesamten Region Altenburger Land zunehmend Veranstaltungen und Aktionen von extremen politischen Parteien, Organisationen, Verbänden und einzelnen Bürgern in Besorgnis erregender Weise zu verzeichnen waren. Von besonderer Bedeutung war dabei das von der NPD-Jena am 13.09.2008 in Altenburg veranstaltete Rechtsrockfestival „Fest der Völker“, an dem circa 1.000 Rechtsextreme teilnahmen, denn es machte deutlich, dass rechtsextreme Parteien und Gruppierungen die Stadt Altenburg und die Region des Altenburger Landes als strategische Ausgangsbasis ihres sogenannten „Kampfes um die Köpfe“ begreifen. Bei der Gegenkundgebung „Altenburgs Zukunft ist bunt, nicht braun“, das durch das „Altenburger Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus“ zum „Fest der Völker“ der NPD organisiert wurde, zeigte sich zudem, dass das Bemühen der Gegenkundgebungsteilnehmer (Kirchen, Parteien, Vereine, Privatpersonen) einer zentralen Koordinierung und Organisation bedurft hätte. Des weiteren wurde durch die vermehrten Veranstaltungen rechtsextremer Organisationen in der Vergangenheit, wie die alljährlich am 17. August wiederkehrende Demonstrationen der Freien Kameradschaft Altenburg „Gegen Polizeiwillkür, für Meinungsfreiheit“, vielen bewusst, dass ein nachhaltiger Kampf gegen politisch extremes Gedankengut eine langfristige, kontinuierliche und inhaltlich vertiefte Auseinandersetzung erfordert. Das Bündnis „ABGemeinsam gegen Rechts“ initiierte vor diesem Hintergrund gemeinsam mit dem Kreisjugendring Altenburger Land e.V. die Einrichtung einer zentralen Kontakt- und Koordinierungsstelle gegen politischen Extremismus im Altenburger Land (KuK). Im Stadtrat der Stadt Altenburg wurde schließlich am 20. November 2008 mit Unterstützung aller im Stadtrat vertretenen Parteien eine Anschubfinanzierung von 10.000 € für die KuK beschlossen. Wenige Tage später am 26. November 2008 beschloss zudem der Landkreis Altenburger Land mit einem Beschluss durch den Jugendhilfeausschuss die Einrichtung der KuK mit insgesamt 20.000 € zu unterstützen. Durch Lottomittel vom Innenministerium Thüringens in Höhe von 3.000 € konnte zudem die technische Ausstattung für die KuK geschaffen werden. Nachdem die Finanzierung der KuK gesichert war, wurde für die Stelle eine geeignete Person gesucht und schon bald gefunden. Am 1. Februar wurde die KuK personell mit der 28-Jährigen Afrikanistin und Soziologin Mareike Neumann, als Koordinatorin in Teilzeitbeschäftigung, besetzt. Am 27. Februar 2009 wurde die Kontakt- und Koordinierungsstelle mit einer Presseveranstaltung, an dem auch der Innenminister Thüringens Manfred Scherer anwesend war, offiziell eröffnet. Da die Förderung für das Haushaltsjahr 2010 nicht bewilligt wurde (siehe Aktuelles) ist die KUK personell zur Zeit unbesetzt. Wir bedauern dies und sind enttäuscht über die Nichteinhaltung der Versprechen aller im Kreistag vertretenen Parteien, die KUK auch nach der Wahl 2009 finanziell zu unterstützen.
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